Thüringen Thüringen unverfälscht und rein Thüringen Thüringen wo kanns schöner sein

 

das isch thüringen mit seinen ganzen landkreisen

Rudolstadt

Der Name Rudolstadt taucht erstmals 776 in einer Schenkungsurkunde Karl des Großen an das Kloster Hersfeld auf.
Einst fränkisch-sorbisch-thüringischer Siedlungsplatz, gelangte die Stadt um 1340 in den Besitz der Grafen von Schwarzburg. Bereits seit 1326 hat Rudolstadt das Stadtrecht und wird um 1571 zum Hauptsitz der Linie Schwarzburg-Rudolstadt.

Schloss Heidecksburg In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Rudolstadt zu einem der kulturell und politisch bedeutendsten Zentren. Untrennbar ist der Name mit der deutschen Kunst- u. Geistesgeschichte verbunden.

Hoch über der Stadt thront majestätisch ihr Wahrzeichen - die
Heidecksburg. Sie zeugt von der einstigen Macht des Fürstenhauses Schwarzburg-Rudolstadt, das bis 1918 regierte. Das Schloss, heute Sitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, birgt in seinen Innenräumen eine Fülle von architektonisch und kulturhistorisch wertvollen Kostbarkeiten.

Marktplatz mit Rathaus Es ist das am prunkvollsten ausgestattete Barockschloss Thüringens.

Unterhalb der
Heidecksburg lädt die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, Kirchen und Renaissance-Bürgerhäusern zum Verweilen ein.

Der
Handwerkerhof im ehemaligen Berhardinenstift ist eine gelungene Kombination aus historischer Gebäudesubstanz und zeitgemäßer Einkaufs- und Erlebniskultur.

Bauernhäuser im Heinrich-Heine-Park Im romantischen
Heinrich-Heine-Park am Saaleufer erhält der Besucher im ältesten volkskundlichen Freilichtmuseum Deutschlands, den Thüringer Bauernhäusern, Einblicke in das einstige bäuerliche Leben.

Unter der Regentschaft der Fürsten gediehen vor allem die schönen Künste. Goethe und Schiller trafen sich 1788 hier erstmals und fühlten sich zeitlebens mit der Stadt verbunden. Wilhelm von Humboldt, Friedrich Fröbel, Schopenhauer und Gottlieb Fichte verbrachten in der Umgebung Rudolstadts entscheidende Abschnitte ihres Lebens.

Tanz- und Folkfest Das 1792/93 gegründete
Theater ist heute kultureller Mittelpunkt der Residenzstadt. Ein Besuchermagnet besonderer Art ist das Tanz- und Folkfest, das jedes Jahr am ersten Wochenende im Monat Juli stattfindet. Dieses größte Festival der Weltmusik vereint Menschen aus allen Kontinenten zu einer musikalischen Familie.

Die industrielle Entwicklung Rudolstadts ist eng mit der Geschichte des thüringer Porzellans verbunden. Davon zeugen mehrere Porzellanmanufakturen, die sich vor allem der Herstellung von Zierporzellan widmen.

Landratsamt an der Schwarzburger Chaussee Mit der Gründung einer pharmazeutischen Fabrik siedelte Friedrich Adolf Richter einen weiteren bedeutenden Industriezweig an. Hier entstanden die zu Beginn unseres Jahrhunderts begehrten und bekannten Ankersteinbaukästen.

Rudolstadt ist eine Stadt voller Leben und Liebreiz und natürlich idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in eine wunderschöne Umgebung.

 

 

 

Saalfeld

"Saalfeld? Da sind doch die Feengrotten?"

So oder so ähnlich erinnert sich mancher an einen Wandertag in seiner Jugendzeit.
Stimmt: Die Feengrotten sind hier mit über 200.000 Besuchern jährlich die Touristenattraktion Nummer 1 - und das schon seit Anfang des vorigen Jahrhunderts.

Saalfelder Feengrotten (Märchendom) Die Stadt, die 899 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist ein geschichtsträchtiger Ort. Vor allem ihrer erhalten gebliebenen historischen Bauwerken wegen trägt Saalfeld den Beinamen "Steinerne Chronik Thüringens".
Ein Abstecher in die Kreisstadt mit ca. 30.000 Einwohnern lohnt also durch einen Besuch der
Feengrotten besonders.
Die historische, liebevoll restaurierte Altstadt umschließt der noch fast vollständig erhaltene Ring der Stadtmauer aus dem 13./ 14. Jahrhundert.

Saaltor, auch Engelstoor genannt Von den ehemals fünf Stadttoren gewähren heute noch vier Einlass in die Innenstadt, in der sich viele Händler mit einem abwechslungsreichen Angebot der alten Tradition Saalfelds als Handelszentrum besonnen haben und heute Saalfeld zum Einkaufserlebnis werden lassen.
Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann diesen vom zinnenumkrönten Dach des "Darrtores" erhalten und dabei zugleich einen weiten Blick ins Land über das Saale- und das Orlatal mit ihrer anmutigen Heidelandschaft bis hin zu den bewaldeten Berghängen des Thüringer Schiefergebirges und des Thüringer Waldes gewinnen.

Das altehrwürdige Rathaus Doch gehört die Stadtbefestigung keineswegs zu den ältesten "Einträgen" in der "Steinernen Chronik", die unter Kaiser Barbarossa, der hier auf seiner Pfalz Hof hielt und die Stadtgründung anregte, begonnen wurde. Der vormalige Sitz des Stadtvogtes am Markt, heute die Marktapotheke, ist ein seltener Beleg für die romanische Baukunst auch an Profanbauten.
Über alle Bauepochen lassen sich nun steinerne Zeugen finden und in der "Chronik" aneinander reihen, wobei das prächtige
Renaissance-Rathaus, die Johanniskirche und das frühere Franziskanerkloster, das heutige Stadtmuseum, sicher besonders augenfällig sind.

Burgruine Hoher Schwarm Wer nun staubtrockene Chronik- und Museumsatmosphäre in Saalfeld erwartet, der wird auf dem "Historischen Rundweg" eines Besseren belehrt. Entlang romantischer Gässchen, durch grüne Inseln kleiner Innenhöfe oder Parks, über Jahrhunderte altes Kopfsteinpflaster geht es durch lebendige Stadtgeschichte, die fußläufig zu erfahren ist. Straßencafés und kleine Kneipen - rustikal oder flippig, aber immer besonders ausstaffiert - laden entlang des Weges zur Einkehr. Die sprichwörtliche Thüringer Gastlichkeit wird auch in der gepflegten Hotellerie geboten, und so kann der Gast auch noch das abwechslungsreiche Freizeitangebot des Nachmittags und Abends testen.

Blankenburger Tor Ob eher die sportlichen Neigungen in der Schwimmhalle, Open air im Erlebnisbad, oder beim Wandern im Stadtwald getestet werden sollen, oder ob im Konzert, in der Abendmotette der Chöre in der Johanniskirche, bei Theatergastspielen auf der Naturbühne an der Burgruine
"Hoher Schwarm" oder im Kino das Kulturangebot in Anspruch genommen wird - in jedem Fall ist zu spüren, dass der "Steinernen Chronik" sehr heutige, lebendige Kapitel hinzugefügt werden.
Nicht unerwähnt bleiben darf die landschaftlich reizvolle Umgebung Saalfelds mit ausgedehnten Nadelwäldern und üppigen Mischwäldern, die zu erholsamen Wanderungen einlädt.

 

Bad Blankenburg

... die Lavendel-Region im Thüringer Kräutergarten

Das idyllisch gelegene Städtchen am Eingang zum malerischen Schwarzatal zählt zu den ältesten Kurorten Thüringens.

Die Stadt befindet sich in absolut zentraler Lage und gilt als ein idealer Ausgangspunkt für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region.

Bad Blankenburg - Quellpav. Bad Blankenburg zeichnet sich durch die unmittelbare Nähe und gute Verbindung zu den bedeutenden Klassikerstädten Weimar, Erfurt und Jena, aber auch zu den vielen interessanten Ausflugszielen aus.

Die klare Luft, das besonders milde Klima und die abwechslungsreiche Landschaft machen Bad Blankenburg zu einem Erholungsparadies für Körper und Seele. Entlang der Schwarza oder der umliegenden Berge und Wandergebiete, kann man auf gut ausgebauten und beschilderten Wegen die Vielzahl der Flora und Fauna genießen.

Lavendelkönigin Auch der Lavendel findet hier, im Gebiet des Thüringer Kräutergartens, günstige Bedingungen und wird heute wieder zum Kennzeichen der Region.
So wird als Höhepunkt im August das Lavendelfest gefeiert und eine Lavendelkönigin gekrönt. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine der größten deutschen Feudalburgen, die Burg Greifenstein. Sogar ein deutscher Kaiser, Günther XXI., wurde auf dieser Burg geboren. Auf dem bewirtschafteten Burggelände bietet ein Adler- und Falkenhof von April bis Oktober einmalige Flugvorführungen und begeistert damit die vielen Besucher.

Auch der weltbekannte Pädagoge Friedrich Fröbel ließ sich einst von dieser faszinierenden Landschaft inspirieren und prägte hier den Namen für seine Einrichtung: KINDERGARTEN.
Im Jahre 1840 verkündete er ihn im Bad Blankenburger Rathaussaal.

Georgendenkmal Dieser historische Fröbelsaal wird für einzigartige Kammerkonzerte genutzt und die Besucher sind begeistert vom denkmalgeschützten Gebäude.

Fröbels Lehre wird im Fröbelmuseum Bad Blankenburg dokumentiert und kann im Fröbelkindergarten der Stadt erlebt werden. Seit 1995 besteht auch das Fröbelseminar für Erzieher und Sozialpädagogen.

Bad Blankenburg verfügt über einen ausgedehnten Kurpark mit Duft- und Kräutergarten, regelmäßigen Kurkonzerten, einen Heilquellen-Pavillon und ein Freibad. Fünf bedeutenden touristische Städte kreuzen die Stadt.

 

Das Schwarzatal

Erholsame Wanderungen in einem der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens

Das wildromantische, ca. 53 km lange Schwarzatal ist ein tief eingeschnittenes Kerbtal am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges. Es gehört in seiner Gesamtheit zum neu geschaffenen Naturpark "Thüringer Wald".

Darüber hinaus ist das untere Schwarzatal eines der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens und bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten Heimstatt. Dazu zählen unter anderem zahlreiche wildwachsende Orchideenarten, der Eisvogel und das Bachneunauge.

Im Schwarzatal Im Schwarzatal, insbesondere in den ehemaligen Schieferbrüchen, befindet sich eine der artenreichsten Schmetterlingspopulationen Europas. Das gesamte Gebiet ist durch ausgezeichnet beschilderte Wanderwege, die immer wieder an Ausflugslokalen vorbeiführen, gut erschlossen.

Besondere Attraktionen stellen dabei der Naturlehrpfad "Heinrich Cotta" und ein Olitäten-Wanderweg dar. Auch der Europäische Bergwanderweg Bulgarien-Portugal führt durch das Schwarzatal.
Olitäten im Schwarzatal
Dabei hat der Wanderer aufgrund des abwechslungsreichen Geländeprofils immer wieder weite Ausblicke auf die umgebende Mittelgebirgslandschaft mit den kleinen, malerisch darin eingebetteten Orten.

Selbstverständlich kann man sich die Region auch per Rad erschließen - allerdings erfordern die Steigungen gute Kondition!

 

 

 

Weimar

"Einer Stadt kann kein größeres Glück begegnen, als wenn mehrere, im Guten und Rechten gleichgesinnte, schon gebildete Männer daselbst nebeneinander wohnen."

Johann Wolfgang von Goethe



 

Wenn man den Ortsnamen Weimar hört, dann richtet sich der erste Blick regelmäßig in die Vergangenheit. Goethe. Schiller. Bach. Herder. Wieland. Cranach. Liszt. Kotzebue. Richard Strauss. Jean Paul. Hoffmann von Fallersleben. Wagner. Liebermann. Böcklin. Gropius. Klee. Beckmann. Schlemmer.

http://www.thueringen.info/session/weimar/gartenhaus.html Weimar - Stadt der Dichter und Denker.
Weimar ist eine Bühne. Deutschlands Geschichte unterm Brennglas, auf den Punkt gebracht. Faust und
Buchenwald. Der Blick zurück ist charakterisiert mit Stolz und zugleich mit Verachtung. Weimar ist deutsche Geschichte, im Guten wie im Bösen.
Aber genau diese Gegensätze machen die Stadt, die so lieblich wie ein Idyll im Tale liegt, so spannend.
Die Kleinstadt zählt 60.000 Einwohner, eine Provinz natürlich. In einer Umfrage haben das mehr als die Hälfte der Weimarer selbst bescheinigt.

Goethe-Schiller-Denkmal Aber das kleine Weimar reizt und polarisiert. Das kleine Weimar wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Weimar - Kulturstadt Europas 1999. In den Jahren davor galt die Stadt nach Berlin als die
größte Baustelle der Republik. Alte Fassaden wurden aufpoliert, Straßen neu gepflastert und die grauen Schleier verwandelten sich in ein Fest fürs Auge. Klassik und Kleinstadtmuff, Vergangenheit und Gegenwart, Konservative gegen Modernisierer, das sind die interessanten Widersprüche von heute. Wer Weimar kennenlernen will, muss es sich erlaufen. Tagestouristen strömen in Gruppenführungen durch die Innenstadt, ein Blick ins Goethehaus und dann mit dem Bus wieder weg. Schade. Vom Bahnhofsvorplatz kommt man über die Carl-August-Allee entlang ins Zentrum. Weiter geht es durch die Karl-Liebknecht-Straße hinunter, an den ersten klassizistischen Bauten, an Bertuchhaus und Musikschule vorbei zum Goetheplatz mit dem alten Kasseturm und dem einstigen Lesemuseeum.

Zwiebelmarkt in Weimar Weiter in die Schillerstraße, zum
Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater. Dann zu Schillers Wohnhaus und unweigerlich zum Goethehaus am Frauenplan. Vielleicht noch auf den Markt und zum Burgplatz vor dem Schloss?

Das sind Stationen eines flüchtigen Blicks. So lässt sich die Stadt nie begreifen. Aber es gibt noch ein anderes Weimar zu entdecken. Wie zum Beispiel die alte
Jakobskirche, in der Goethe geheiratet und auf deren Friedhof Schiller seine erste Ruhestätte gefunden hat. Hier in den zahlreichen Gassen ist das alte Weimar zu Hause mit seinen schiefen Häusern und buckligen Pflastern. Die Winkel rings um die Stadtkirche St. Peter und Paul auf dem Herderplatz waren lange vor der goldenen Klassik Mittelpunkt der Stadt. Bach spielte hier die Orgel, und Herder hielt die Predigten.

Ruinen im Ilmpark Von hieraus führen Vorwerksgasse und Mostgasse direkt zum Burgplatz vor dem Schloss. Drinnen kann man im Museum die wunderbaren Cranachs und die Ikonensammlung bewundern. Weiter geht es über die Kegelbrücke in den Ilmpark. Zuvor noch ein Blick nach links zum
Goethe-Schiller-Archiv.

"Bornierte Gemütlichkeit im Schatten großer Kulturen, das scheint deutschen Kleinbürgern besonders zu gefallen", kommentierte der Historiker Volkhard Knigge seinen Eindruck von Weimar. Hier im Ilmpark spürt man dies besonders.
Die Menschen befällt ein nahezu unbeschreibliches Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit. Flanierende Menschen vor Goethes Gartenhaus, im Hintergrund das Schloss und klassizistische Fassaden. Studenten sitzen im Gras und genießen die Sonnenstrahlen, mit denen sie ihre Körper bräunen.

Römisches Haus Ein älterer Mann lehnt sich an einen Baum, der ihm Schatten spendet. In seinen Händen hält er ein Buch, dass er gerade liest. Plötzlich begreift man: Weimar hat Flair, hat Charme. Wer hier lebt, lebt gern hier.


Weitere historische Stationen bei einer Reise durch Weimar sind das Römische Haus an der Ilm, der historische Friedhof mit der Fürstengruft und der Russisch-orthodoxen Kapelle, das Museum für Ur- und Frühgeschichte oder die Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg außerhalb der Stadt.

Jena


Wer nach Thüringen kommt, sollte nicht versäumen, die durch Zeiss und die Universität bekannt gewordene Stadt zu besuchen.

Jena ist in eine reizvolle Landschaft eingebettet: Umgeben von malerischen Kalkhängen erstreckt sich die Stadt entlang der Saale und in vielen Nebentälern.

Der Intershopturm in Jena Begünstigt durch ein mildes Klima finden sich zu fast allen Jahreszeiten in ihrer Umgebung botanische Besonderheiten, von denen die zahlreichen einheimischen Orchideen die meisten Besucher anziehen.

Jena blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Im 9. Jahrhundert als "Jani" im Hersfelder Zehntregister eingetragen, ist "Gene" 1236 bereits Stadt. Ihre Einwohner lebten von Wein- und Ackerbau, von Handel und Gewerbe.

Jena - Holzmarkt 1548 gründete der Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige in Jena eine Hohe Schule, die 1558 den Status einer Universität erhielt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einer Hochschule von nationalem Rang und internationaler Bedeutung, wodurch Buchdruck, Buchhandel und Verlagswesen nach Jena gezogen wurden.

Nach 1785 erlebte die Saalestadt durch eine enge Beziehung zu der nahen Residenzstadt Weimar (man spricht von der Doppelstadt Weimar-Jena)

Ernst-Abbe-Platz und dank der Förderung durch den Dichter und Minister Goethe ihre klassische Zeit. Bedeutende Persönlichkeiten, u.a. Schiller, Fichte, Hegel, Feuerbach, Schelling, Rolfinck, Hufeland, Doebereiner, Haeckel und Abbe wirkten zum Teil über Jahrzehnte an der Alma mater Jenensis und in der Stadt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden durch das Zusammenwirken der Wissenschaftler Ernst Abbe und Otto Schott mit dem Unternehmer Carl Zeiß eine optisch-mechanische und eine Glasindustrie (Zeiss-Werke und Glaswerk Schott & Gen.), die der bis dahin beschaulichen Universitätsstadt zu Weltruhm verhalfen.

Sonnenaufgang über Jena Es folgte eine Zeit befruchtenden Nebeneinanders von Universität und Industrie, in der in Jena eine Menge sehenswerter Einrichtungen und Bauten entstanden: das Planetarium, das Phyletische Museum, das Volkshaus, das Haeckelhaus und das Hauptgebäude der Universität gesellten sich zu bereits Vorhandenem, wie dem Collegium Jenense, dem Rathaus, der Stadtkirche, der Friedenskirche mit dem historischen Johannisfriedhof, dem Botanischen Garten, der Schillerkirche (Trauung Schillers mit Charlotte von Lengefeld) und vielen stattlichen Bürgerhäusern.

Jena im Morgenlicht Im Oktober 1945 eröffnete als erste deutsche die Jenaer Friedrich-Schiller-Universität ihren Lehrbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg. Die örtliche Industrie gewann allmählich ihre Bedeutung für die Stadt zurück, und aus dem Jenaer Glaswerk heraus entwickelte sich der Betrieb "Jenapharm" (erste Penicillin-Herstellung in Deutschland).

Heute zählt Jena etwa 100.000 Einwohner.
Die Friedrich-Schiller-Universität, eine Fachhochschule und die ansässige Industrie (Schott Jenaer Glas GmbH, Carl Zeiss Jena GmbH, Jenapharm GmbH, Jenoptik AG) bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im Bundesland Thüringen.

Abendliches Beisammensein Eine hervorragende Stellung in der Stadt nimmt die Friedrich-Schiller-Universität ein. Hier wurde seit 1989 durch zielstrebige Erneuerungsarbeit eine attraktive Wissenschaftsstruktur geschaffen, die dem europäischen Anspruch an eine klassische Volluniversität gerecht wird. Professoren aus dem In- und Ausland folgten dem Ruf an die Jenaer Universität mit ihren bemerkenswerten wissenschaftlichen und geistig-kulturellen Traditionen; kann doch kaum eine andere deutsche Universität für sich in Anspruch nehmen, Studien- und Wirkungsort solch einer Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten gewesen zu sein.

Rummel in Jena Die Neugründung bzw. Wiedereröffnung von Instituten, darunter die Etablierung von Max-Planck-lnstituten und die Beteiligung an einem Frauenhofer-Institut, beweisen die Leistungsfähigkeit der Friedrich-Schiller-Universität. Die Zahl der Studierenden steigt ständig; z.Z. sind es ca. 18.000.

Infolge dieser Entwicklungen entfaltet sich ein reges Tagungs- und Kongressgeschehen, das viele Menschen aus aller Welt nach Jena bringt und somit den Tourismus in unserer Stadt belebt.

Im Umland von Jena Dieser Situation wird die neue Hotellandschaft der Saalestadt gerecht. Neben traditionsreichen und vielfach bereits renovierten Häusern und zahlreichen kleineren Hotels und Pensionen haben sich in Jena internationale Hotelketten etabliert.

Viele Menschen kommen Jahr für Jahr nach Jena, um ein Studium aufzunehmen, Tagungen und Symposien zu besuchen, um ihren früheren Wohn- und Studienort wiederzusehen, aus geschäftlichen Gründen oder einfach, um sich an der hübschen alten Stadt im Grünen mit ihrer bemerkenswerten historischen Bausubstanz und ihren zahlreichen Erinnerungsstätten deutscher Kultur und Geschichte sowie an ihrer reizvollen und an botanischen Seltenheiten reichen Umgebung zu erfreuen.

 

 

Erfurt

... "liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen", urteilte einst der große Reformator Martin Luther.


Die größte Stadt Thüringens wird geprägt durch einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands, ein reizvolles Ensemble aus reichen Patrizierhäusern und liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern, überragt vom monumentalen Ensemble des Mariendomes und der Severikirche.

Dom und St. Severi-Kirche Einmalig in Europa ist die
Krämerbrücke - mit 120 Metern die längste und mit 32 Häusern komplett bebaute und bewohnte Brücke.

In ungewöhnlicher Nachbarschaft zum Domberg lockt die einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas auf dem
Petersberg.

Doch Erfurt ist nicht nur eine architektonische Perle, sondern auch Mittelpunkt einer über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft. Ursprünglich an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen entstanden, hat Erfurt eine reiche Tradition als Luther-, Dom- und Blumenstadt.

Fischmarkt mit Erfurter Roland und Haus Zum Breiten Herd Als wirtschaftliches, geistiges, kulturelles und politisches Zentrum Thüringens zog Erfurt große, den jeweiligen Zeitgeist mitbestimmende Persönlichkeiten an: Martin Luther, Adam Ries, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Wilhelm Humboldt, Johann Sebastian Bach, Zar Alexander I. oder Napoleon. Daran erinnernde Bauten, wie das
Augustinerkloster oder der Kaisersaal wurden rekonstruiert und vermitteln einen würdigen und sehr lebendigen Umgang mit der Geschichte.

Blick auf die Krämerbrücke
Heute gehört Erfurt, als "Tor" Thüringens zu den attraktivsten Messe- und Tagungsstandorten. Am Rande der Stadt, in unmittelbarer Nähe der
ega, dem "größten Garten Thüringens", entstand die Messe Erfurt für kulturelle Großveranstaltungen und Tagungskapazitäten bis zu 6000 Teilnehmern.

Lassen auch Sie sich verzaubern von über 1250 Jahren Geschichte, die in Erfurt lebendig geblieben sind und in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen.
Wir laden Sie ein, Erfurt als moderne und attraktive Landesmetropole, kennenzulernen.

 

 

 

Suhl

Suhl, die "Stadt der Waffen", liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes. Mit etwa 48.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt südlich des Rennsteiges, des berühmten mittelalterlichen Handelsweges.
Schon 500 v. Chr. wurden mit der Einwanderung keltischer Volksstämme Menschen im Suhler Raum sesshaft. Sie betrieben insbesondere die Erzgewinnung und Eisenverarbeitung.

Waffenmuseum Vor allem wurden Waffen produziert, und diese wirtschaftliche Tradition blieb. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts galt Suhl als "Waffenschmiede Europas". Später ging man weitgehend zur Produktion von Jagdwaffen über. Auch heute noch genießen Suhler Jagd- und Sportwaffen Weltruf.

Liebhaber schätzen das Haenel-Luftgewehr, die Aydt-Scheibenbüchse und die Merkel-Sport-Doppelflinte. Die Geschichte der Handfeuerwaffen können Sie im
Waffenmuseum im Alten Malzhaus, einem schönen Fachwerkhaus im hennebergisch-fränkischen Stil, besichtigen. Es zählt zu den bedeutendsten Spezialmuseen Deutschlands.

Blick vom Herrenteich auf das CCS Wieder ins Leben gerufen wurde 1997 das "Suhler Schützenfest", ein Ereignis, das die Einmaligkeit der Waffentradion über die Landesgrenzen hinaus tragen soll. Schützengilden aus ganz Deutschland marschieren mit im Festumzug, sie bestaunen die Kunst der einheimischen Büchsenmacher und beteiligen sich an den Schießwettbewerben.

Die Wettkämpfe werden im Schießsportzentrum, vor allem aber im Congress Centrum ausgerichtet, einer der modernsten Tagungs- und Veranstaltungsstätten Thüringens.

Der Marktplatz, im Hintergrund der Domberg Auf Grund der sie umgebenden Gebirgslandschaft wird Suhl gern als die "City im Grünen" bezeichnet. Scheinbar aus dem Zentrum heraus erhebt sich der 675 Meter hohe Suhler "Hausberg", der Domberg. Auf der gegenüberliegenden Seite grüßt der Große Beerberg, mit 983 Metern der höchste Gipfel des Thüringer Waldes.

Wer Ruhe und Entspannung sucht, findet diese in den Suhler Ortsteilen. Allenthalben stoßen Sie auf gemütliche Gaststätten, Bauden und Hütten, die zum Verweilen einladen.

Heinrichser Rathaus Im Winter stehen Ihnen ca. 60 km gespurte Loipen zur Verfügung, hinzu kommen rund 40 km Wettkampfloipen. Verschiedenste, auch thematische, Wanderwege und das Biosphärenreservat "Vessertal" bei Vesser (Ortsteil von Suhl) sorgen dafür, dass in Ihrem Freizeitplan keine Langeweile aufkommen kann. Und auch das Sportparadies Oberhof ist per Fuß, Ski, Bahn oder Bus gut zu erreichen.

Südthüringen ist weithin berühmt für seine Fachwerkhäuser. Einige der schönsten dieser kunstvollen alten Gebäude finden Sie auf dem Heinrichser Straßenmarkt mit dem prächtigen historischen Rathaus und zahlreichen Fachwerkkleinodien. Aber auch bei einem Bummel durch Suhl-Neundorf, einem ländlichen Straßendorf, können Sie solche Fachwerkhäuser bestaunen.

 

 
In dem beschaulichen Ortsteil Fröbitz (380 m ü. NN) kommt der Pferdeliebhaber auf seine Kosten. Der "Reit- und Fahrverein Fröbitz" führt auf dem Reiterhof Fröbitz Reitturniere durch.
Das Vereinsgeschehen des Dorfes mit seinen 82 Einwohnern wird auch durch den "Landfrauenverein Fröbitz" e.V. getragen. Dorffeste laden zum Feiern und Verweilen ein. Als Verbindungs- und Ausflugsziel beider Orte gilt die "Halbe Welt".

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