Einflüsse anderer Jugendkulturen Die Skinheads wurden nicht nur durch das Arbeitermilieu geprägt, sondern auch durch die:
1 Hard Mods 2 Rude Boys 3 Boot Boys
1) - Teil der Modbewegung - mod = modern - Ende der 50er in den Clubs und Cafés des Londoner Stadtteils Soho entstanden - lebten in noch ärmeren Lebensverhältnissen (Unterschicht) - Schwierig, aufwendigen Lebensstil zu finanzieren - Arbeiteten als einfache Verkäufer - liebten noble Kleidung, Vespas, konsumierten Aufputschmittel - trugen schon früher u.a. Schwere Stiefel , Braces , Jeans - taten sich mit Rude Boys zusammen - hatten 1965 ihren Höhepunkt schon überschritten - wurden teilweise zu Skinheads
2) - Rudies genannt - Söhne farbiger Einwanderer aus Jamaika oder den Westindischen Inseln - Kopie des extremen Kurzhaarschnitt (Crop), die hochgekrempelten Hosen und die Hosenträger - brachten den Ska und Reggae von Jamaika nach England, zu dem man gut tanzen konnte
3) - 1966: Fußballboom - jeder größere Verein bekam seine Anhänger - trugen schwere Stiefel (die Boots), einfache Hemden, Jeans - wöchentlich stattfindende Schlachten in den Fußballstadien mit gegnerischen Fans - keine Rolle: die Mode und Musik - wichtig: die eigene Gang, Kneipenbesuche und Randale bei Fußballspielen
Viele Skins stammten 1967 und 1969 aus den Reihen der Boot Boys
Skinheads in der BRD
- erste Skins gab es ca. 1977/78 in Westdeutschland - Punks wechselten die Szene (die Ihrige wurde zu langweilig, große Linksentwicklung) - viele Fußballfans und Hooligans schlossen sich den Skinheads an - gemeinsame Vorlieben: Alkohol, Randale und natürlich Fußball
Die gewalttätigsten Gruppen fußballbegeisterter Skins gab es zu jener Zeit in Berlin, Bremen und Hamburg Skinheads in der DDR - erste Skins: in Ostberlin 1982 - Weiterverbreitung dauerte einige Zeit - viele Skins waren vom Punk geprägt, einige waren selbst Punks gewesen (es agb auch vermischte Szenen) - Gemeinsamkeiten: Musik, die selben Treffpunkte, Alkohol - die meisten Skinheads waren gewalttätiger als Punks, da sie oft soziale Frustrationen abreagierten - keine Auftrittsmöglichkeiten - man traf sich bei Fußballspielen oder bei Konzerten im Ausland - in Ungarn bekam man billige Kleidung und Schallplatten auf dem Schwarzmarkt - Szene eher regional orientiert, keine großen Treffen
Es gab 1989 in allen DDR Bezirken Skinheadgruppierungen.
Zurückführung auf die Neonazi Szene - zunächst gab es nur vereinzelt rechtsextreme Tendenzen unter den westdeutschen Skins - Im Juli und Dezember 1985 töteten Skinheads zwei Türken in Hamburg negative Berichterstattung, schlechtes Bild auf Skinheadszene - Zahlreiche Skins zogen sich zurück - immer mehr rechtsorientierte Jugendliche nahmen ihren Platz ein - Übergriffe auf Ausländer häuften sich - Moderechte und Naziskins nahmen immer mehr Einfluss auf die Szene - Outfit verstärkte sich bis hin zur Vollglatze - kurz geschorene Haare, Bomberjacken und schwere Schnürstiefel - das martialische Äußere (kurz geschorene Haare, Bomberjacken und schwere Schnürstiefel) entdeckten schließlich faschistische Gruppen für sich
Doch dieser heute weit verbreitete Kult geht über diese Behauptungen weit hinaus. Schon in ihrer Geschichte erkennt man, dass diese Szene weder rassistische noch nationalsozialistische Wurzeln hat.
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